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VirtualBox-Tipp: Framebuffer-Auflösung eines Linux-Gastsystems einstellen

9. Dezember 2008 Keine Kommentare

Wer, wie ich, oft mit VirtualBox an einem Widescreen oder einem recht großen Monitor arbeitet kennt vielleicht das Problem. Ein Linux-Gastsystem stellt leider bei weitem nicht alle heute gängigen Framebuffer-Auflösungen bereit. Wählt man also die am besten geeignete Auflösung hat man immer noch einen hässlichen Rand, den man als zusätzlich Bildschirmfläche in der Konsole gut gebrauchen könnte. In VirtualBox gibt es eine einfache Möglichkeit die benötigte Framebuffer-Auflösung einzustellen:

Bei ausgeschalteter virtueller Maschine fügt man in der entsprechenden Konfigurationsdatei der Maschine eine Zeile hinzu. In der Regel heisst diese Konfigurationsdatei:

[Name der Maschine].xml und befindet sich unter Mac OS X unter

/Users/[Benutzername]/Library/VirtualBox/Machines/[Name der Maschine].

In dieser Datei fügt man folgende Zeile unter <ExtraData> hinzu:

<ExtraDataItem name="CustomVideoMode1" value="1600x1200x16" />

Hier soll also eine weitere Auflösung bereitgestellt werden mit 1600 x 1200 Pixeln und 16 Bit Farbtiefe. Nun kann die virtuelle Maschine wieder gestartet werden. Mit dem Befehl hwinfo kann man sich nun den entsprechenden hexadezimalen “Code” für diese Auflösung anzeigen lassen. Und zwar mittels:

$ hwinfo −−framebuffer

Nun erscheint eine Auflistung aller verfügbarer Videomodi. Unter anderem erscheint auch die gewünschte Auflösung:

[...]
Mode 0x0360: 1600x1200 (+3200), 16 bits
[...]

Den hexadezimalen “Code” (hier “0×0360″) kann man nun wie gewohnt z.B. in der Konfigurationsdatei /boot/grub/menu.lst von Grub eintragen. Beim nächsten Start steht dann die neue Auflösung zur Verfügung.

Gerade für die Verwendung von VirtualBox im Breitbild (also beispielsweise auf einem MacBook mit 1280×800) ist eine solche Einstellung sehr praktisch, um nicht wertvollen Platz am linken und rechten Rand zu verschenken.