Google Instant mit Vorsicht zu genießen

Seit heute ist Google Instant in Deutschland verfügbar. Was zunächst hilfreich und praktisch erscheint, kann sich schnell zu einer Gefahr entwickeln. Nur durch die reine Eingabe von Suchwörtern ins Suchfeld wird im Hintergrund bereits die Suche angestoßen und erste Ergebnisse werden geliefert. Viele werden (wie ich) bei Fehlermeldungen eines Servers, Einträgen aus Log- und Konfigurationsdateien gerne mal die Google-Suche bemüht haben. Mein Vorgehen war dabei immer ein fröhliches Copy&Paste. Aber genau das wird mit Google Instant zur Gefahr. Oftmals sind in den kopierten Textstellen noch Daten enthalten, die nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollen (z.B. IP-Adressen, Benutzernamen, Passwörter, andere Konfigurationsdetails). Diese hat man bislang immer im Suchfeld aus der Suchanfrage gelöscht und anschließend die Suche gestartet. Mit Google Instant ist die Suche zu diesem Zeitpunkt aber leider schon geschehen und Google hat eventuell schon wieder ein paar interessante, private Details von einem gesammelt.

Alle, die sich eine ähnliche Arbeitsweise wie ich angewöhnt haben, sollten Google Instant in den Einstellungen besser deaktivieren.

P.S.: Schlimm finde ich auch die Vorstellung, dass Google es mittlerweile sogar mitbekommt, wenn ich mich mal wieder vertippe.

[Nachtrag: Die Gefahr private Daten aus Versehen bei einer Google-Suchanfrage zu verschicken, besteht natürlich nicht erst seit Google Instant. Das Problem besteht bereits seitdem Google Vorschläge für Suchanfragen macht. Auch hierfür wird natürlich der bislang eingegebene Text an Google übermittelt. Also in Zukunft am besten bei allen Google-Anfragen dreimal darüber nachdenken, was man so ins Suchfeld eingibt bzw. kopiert.]

Twitpocalypse, die Twitter-Clients streiken

twitpocalypse21Jetzt ist es passiert. Viele Twitter-Clients streiken seit dem 12.06.09. Der Grund ist die Anzahl der Twitternachrichten, die insgesamt über twitter versendet wurden. Diese Anzahl hat am 12.06.09 um 23:52:04 GMT die magische Grenze von 2,147,483,647 Nachrichten überstiegen. Alle Twitter-Nachrichten haben eine eindeutige ID. Diese ID ist eine immer fortlaufende Zahl. Alle Twitter-Clients, die diese ID als einen signed integer speichern und bearbeiten haben nun das Problem, dass intern ein Überlauf stattfindet und eine negative Zahl als ID herauskommt. Alle betroffenen Clients benötigen nun erst einmal ein Update, um intern mit einem anderen Datentypen zu arbeiten. Da werden so einige Updates fällig. Mal sehen, wie schnell die Entwickler sind, um das Problem zu beheben.

Thunderbird 3 Beta 2 verfügbar

Thunderbird LogoNach langer Wartezeit scheint Thunderbird 3 sich immer mehr der Finalversion zu nähern. Das dürfte besonders Nutzer von Mac OS interessieren. Denn hier fehlte in den Vorgängerversionen beispielsweise die Integration des Adressbuchs. Auf diesen “Luxus” wollten die Mac Anwender natürlich nicht verzichten und haben daher oftmals den Thunderbird links liegen lassen.

Die Beta 2 wurde am 26. Februar 2009 veröffentlicht und kann bei mozillamessaging.com heruntergeladen werden. Jetzt noch der übliche Hinweis: Es handelt sich hierbei um eine Betaversion, die nicht für den Produktiveinsatz genutzt werden sollte.

Also, auf ans Testen!

WordPress 2.7 unter der Haube

Wordpress LogoSeit heute morgen steht WordPress in der neuesten Version 2.7 zum Download bereit. Die Installation verlief vollkommen problemlos. Und nun befindet sich – wie der Titel schon sagt – Version 2.7 unter der Haube.

Die Benutzeroberfläche im Hintergrund hat sich schon massiv geändert, wirkt aber im ersten Moment sehr aufgeräumt. Mal sehen, wie schnell man sich an die Neuerungen gewöhnen wird.

Mehr Informationen zu WordPress 2.7 gibt es natürlich unter wordpress.org.

VirtualBox-Tipp: Framebuffer-Auflösung eines Linux-Gastsystems einstellen

Wer, wie ich, oft mit VirtualBox an einem Widescreen oder einem recht großen Monitor arbeitet kennt vielleicht das Problem. Ein Linux-Gastsystem stellt leider bei weitem nicht alle heute gängigen Framebuffer-Auflösungen bereit. Wählt man also die am besten geeignete Auflösung hat man immer noch einen hässlichen Rand, den man als zusätzlich Bildschirmfläche in der Konsole gut gebrauchen könnte. In VirtualBox gibt es eine einfache Möglichkeit die benötigte Framebuffer-Auflösung einzustellen:

Bei ausgeschalteter virtueller Maschine fügt man in der entsprechenden Konfigurationsdatei der Maschine eine Zeile hinzu. In der Regel heisst diese Konfigurationsdatei:

[Name der Maschine].xml und befindet sich unter Mac OS X unter

/Users/[Benutzername]/Library/VirtualBox/Machines/[Name der Maschine].

In dieser Datei fügt man folgende Zeile unter <ExtraData> hinzu:

<ExtraDataItem name="CustomVideoMode1" value="1600x1200x16" />

Hier soll also eine weitere Auflösung bereitgestellt werden mit 1600 x 1200 Pixeln und 16 Bit Farbtiefe. Nun kann die virtuelle Maschine wieder gestartet werden. Mit dem Befehl hwinfo kann man sich nun den entsprechenden hexadezimalen “Code” für diese Auflösung anzeigen lassen. Und zwar mittels:

$ hwinfo −−framebuffer

Nun erscheint eine Auflistung aller verfügbarer Videomodi. Unter anderem erscheint auch die gewünschte Auflösung:

[...]
Mode 0x0360: 1600x1200 (+3200), 16 bits
[...]

Den hexadezimalen “Code” (hier “0×0360″) kann man nun wie gewohnt z.B. in der Konfigurationsdatei /boot/grub/menu.lst von Grub eintragen. Beim nächsten Start steht dann die neue Auflösung zur Verfügung.

Gerade für die Verwendung von VirtualBox im Breitbild (also beispielsweise auf einem MacBook mit 1280×800) ist eine solche Einstellung sehr praktisch, um nicht wertvollen Platz am linken und rechten Rand zu verschenken.