Twitpocalypse, die Twitter-Clients streiken

twitpocalypse21Jetzt ist es passiert. Viele Twitter-Clients streiken seit dem 12.06.09. Der Grund ist die Anzahl der Twitternachrichten, die insgesamt über twitter versendet wurden. Diese Anzahl hat am 12.06.09 um 23:52:04 GMT die magische Grenze von 2,147,483,647 Nachrichten überstiegen. Alle Twitter-Nachrichten haben eine eindeutige ID. Diese ID ist eine immer fortlaufende Zahl. Alle Twitter-Clients, die diese ID als einen signed integer speichern und bearbeiten haben nun das Problem, dass intern ein Überlauf stattfindet und eine negative Zahl als ID herauskommt. Alle betroffenen Clients benötigen nun erst einmal ein Update, um intern mit einem anderen Datentypen zu arbeiten. Da werden so einige Updates fällig. Mal sehen, wie schnell die Entwickler sind, um das Problem zu beheben.

Thunderbird 3 Beta 2 verfügbar

Thunderbird LogoNach langer Wartezeit scheint Thunderbird 3 sich immer mehr der Finalversion zu nähern. Das dürfte besonders Nutzer von Mac OS interessieren. Denn hier fehlte in den Vorgängerversionen beispielsweise die Integration des Adressbuchs. Auf diesen “Luxus” wollten die Mac Anwender natürlich nicht verzichten und haben daher oftmals den Thunderbird links liegen lassen.

Die Beta 2 wurde am 26. Februar 2009 veröffentlicht und kann bei mozillamessaging.com heruntergeladen werden. Jetzt noch der übliche Hinweis: Es handelt sich hierbei um eine Betaversion, die nicht für den Produktiveinsatz genutzt werden sollte.

Also, auf ans Testen!

WordPress 2.7 unter der Haube

WordPress LogoSeit heute morgen steht WordPress in der neuesten Version 2.7 zum Download bereit. Die Installation verlief vollkommen problemlos. Und nun befindet sich – wie der Titel schon sagt – Version 2.7 unter der Haube.

Die Benutzeroberfläche im Hintergrund hat sich schon massiv geändert, wirkt aber im ersten Moment sehr aufgeräumt. Mal sehen, wie schnell man sich an die Neuerungen gewöhnen wird.

Mehr Informationen zu WordPress 2.7 gibt es natürlich unter wordpress.org.

VirtualBox-Tipp: Framebuffer-Auflösung eines Linux-Gastsystems einstellen

Wer, wie ich, oft mit VirtualBox an einem Widescreen oder einem recht großen Monitor arbeitet kennt vielleicht das Problem. Ein Linux-Gastsystem stellt leider bei weitem nicht alle heute gängigen Framebuffer-Auflösungen bereit. Wählt man also die am besten geeignete Auflösung hat man immer noch einen hässlichen Rand, den man als zusätzlich Bildschirmfläche in der Konsole gut gebrauchen könnte. In VirtualBox gibt es eine einfache Möglichkeit die benötigte Framebuffer-Auflösung einzustellen:

Bei ausgeschalteter virtueller Maschine fügt man in der entsprechenden Konfigurationsdatei der Maschine eine Zeile hinzu. In der Regel heisst diese Konfigurationsdatei:

[Name der Maschine].xml und befindet sich unter Mac OS X unter

/Users/[Benutzername]/Library/VirtualBox/Machines/[Name der Maschine].

In dieser Datei fügt man folgende Zeile unter <ExtraData> hinzu:

<ExtraDataItem name="CustomVideoMode1" value="1600x1200x16" />

Hier soll also eine weitere Auflösung bereitgestellt werden mit 1600 x 1200 Pixeln und 16 Bit Farbtiefe. Nun kann die virtuelle Maschine wieder gestartet werden. Mit dem Befehl hwinfo kann man sich nun den entsprechenden hexadezimalen “Code” für diese Auflösung anzeigen lassen. Und zwar mittels:

$ hwinfo −−framebuffer

Nun erscheint eine Auflistung aller verfügbarer Videomodi. Unter anderem erscheint auch die gewünschte Auflösung:

[...]
Mode 0x0360: 1600x1200 (+3200), 16 bits
[...]

Den hexadezimalen “Code” (hier “0×0360″) kann man nun wie gewohnt z.B. in der Konfigurationsdatei /boot/grub/menu.lst von Grub eintragen. Beim nächsten Start steht dann die neue Auflösung zur Verfügung.

Gerade für die Verwendung von VirtualBox im Breitbild (also beispielsweise auf einem MacBook mit 1280×800) ist eine solche Einstellung sehr praktisch, um nicht wertvollen Platz am linken und rechten Rand zu verschenken.

Entdeckung beim Reinigen der Mighty Mouse

Vor ein paar Tagen wollte meine Mighty Mouse von Apple nicht mehr richtig nach unten scrollen. Also habe ich mich im Internet auf die Suche nach einer Lösung gemacht. Am Ende blieb mir nichts anderes übrig, als sie komplett auseinander zu nehmen und dann zu reinigen. Das Ganze ist spätestens beim anschließenden Zusammenbau eine sehr fummelige Angelegenheit. Letztendlich hat es dann aber doch geklappt. Vielleicht kommt an dieser Stelle später auch nochmal ein kleines HowTo, wie man am besten anfängt und wo man ansetzen muss, so dass die Maus die Reinigungsaktion auch überlebt. Zunächst soll es aber um ein anderes Thema gehen:

 
 
Detail ScrollballAls ich die Mouse in ihre Einzelteile zerlegt hatte, fand ich ein viel interessanteres Detail der Mighty Mouse. Diesem bin ich sofort auf den Grund gegangen, nachdem die Maus wieder funktionstüchtig und sauber war.
Wenn man mit der Maus scrollt, so hört man immer ein leises Knacken / Klicken des Scrollballs (genauso wie man es von “normalen” Scrollrädern an anderen Mäusen gewohnt ist). Wenn man sich die Technik des Scrollballs genauer ansieht (siehe Foto), so sind keine Teile zu sehen, die dieses Knacken verursachen könnten. Wo kommt also das Knacken her?

Eine weitere interessante Entdeckung ist auch, dass die Maus nur “knackt” wenn sie per USB, an den Computer angeschlossen ist. Im auseinander gebauten Zustand (also mit abgezogenem USB-Kabel) war der Maus kein Knacken zu entlocken. Also scheint es so, als bräuchte die Maus Strom, um das gewohnte Geräusch zu erzeugen.

InnenlebenUnd tatsächlich: das leise Knackgeräusch beim Scrollen ist nicht etwa mechanisch bedingt. Es wird extra fürs  Wohlbefinden des Benutzers erzeugt durch einen kleinen Lautsprecher (siehe Foto: roter Rahmen). Dass Autos beim Blinken heutzutage nur noch Klacken, weil der Autofahrer es gewohnt ist und nicht weil die Relais wie früher schalten, das ist mir klar gewesen. Aber das selbst meine Maus nur klickt und klackt beim Scrollen, damit ich mich wohlfühle, das war mir neu. Ist schon interessant, was sich die Entwickler bei Apple so alles einfallen lassen, um dem Benutzer ein möglichst angenehmes Produkt zu liefern.

Was sagt ihr dazu? Habt ihr vielleicht noch andere interessante Entdeckungen gemacht?